Einige interessante Neuigkeiten und Entwicklungen können mitgeteilt werden.
Auf der Termintagung am 09.07.2011 teilten der letztjährige Oberligist aus Neuss und der Regionalliga-Vizemeister aus Troisdorf mit, dass sie nicht in der Oberliga starten werden und sich in die NRW-Liga zurückziehen werden. Die Ligenleitung drohte für diesen Fall mit Strafen in "Orkanstärke" und mit einem Aufstiegsverbot in der Saison 2011/2012. Es wurde den Vereinen mitgeteilt, dass sie unabhängig von der Platzierung in der Hauptrunde keine Aufstiegsrundenqualifikation erhalten und gesetzte Mannschaften für die NRW-Liga-Pokalrunde seien. Auf Nachfrage, ob die Vereine vor diesem Hintergrund am Oberligarückzug festhalten, bestätigten die Vereine ihren Rückzug in die NRW-Liga.
Vor diesem Hintergrund nahmen die übrigen NRW-Liga-Teilnehmer ihre Saisonplanung vor, stellten ihre Mannschaften zusammen und nahmen Gespräche mit Förderern auf.
Nunmehr hat der Verband eine andere Entscheidung getroffen, diese Entscheidung erst fast zwei Monate später und auch nur beiläufig kurz vor Saisonbeginn kommuniziert. Auf der LEV-Seite wurde unter der NRW-Liga-Tabelle ohne weiteren Hinweis mitgeteilt, dass der EHC Troisdorf ein Aufstiegsverbot im oben geschilderten Sinne erhält. Hingegen erhält der Neusser EV im Umkehrschluss kein Aufstiegsverbot. Die Begründung ist, dass der Neusser EV mit seiner ersten Mannschaft den Platz der letztjährigen 1b-Mannschaft einnehme. Diese Entscheidung ist mehr als fragwürdig und darf zumindest diskutiert werden.
Wenn ein Verein eine von zwei Mannschaften zurückzieht, ist es in der Regel in allen Sportarten so (Ausnahme Insolvenzfall), dass die höherklassige Mannschaft in ihrer Liga verbleibt. Mithin hätte der Neusser EV in der Oberliga verbleiben müssen. Wenn nunmehr ein Rückzug aus der Oberliga stattfindet, ist eine Gleichbehandlung mit dem EHC Troisdorf geboten. Eine Ungleichbehandlung der Vereine Troisdorf und Neuss ist fragwürdig und sachlich schwer zu begründen. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass sich Neuss für die Oberliga sportlich qualifiziert hatte. Hingegen war der EHC Troisdorf nur als Oberliganachrücker wegen der Aufstockung der Oberliga vor das wirtschaftliche Problem einer Oberligateilnahme gestellt worden.
Nicht weniger fragwürdig ist vor dem Hintergrund des Oberligarückzuges die Kaderzusammenstellung in Neuss. Der Rückzug wurde mit finanziellen Schwierigkeiten begründet. Man kommunizierte zudem, dass man langfristig versuchen werde, einen Neuanfang mit klaren Srukturen aufzubauen. Nunmehr befinden sich allerdings weiterhin etliche Oberligaspieler der letzten Saison im Kader des Neusser EV. Hervorzuheben ist hier Holger Schrills, der in der letzten Oberligasaison 29 Scorerpunkte (15 Tore und 14 Vorlagen) erreichte. Neben weiteren Oberligastürmern ist der Neusser EV auch auf der Torwartposition mit einem Oberligaspieler vertreten. Hierbei handelt es sich um einen Neuzugang aus Ratingen. Selbstredend sind in der Verteidigung auch letztjährige Oberligaspieler vertreten. Schließlich hat der Verein neben einem weiteren Oberligaspieler aus Ratingen, der 9 Tore in der abgelaufenen Saison erzielte, auch noch den Topscorer der letztjährigen Regionalligasaison verpflichtet. Ingo Angermann aus Troisdorf erreichte 52 Scorerpunkte (20 Tore und 32 Vorlagen). Zudem wurden bisher noch zwei Spieler aus Krefeld, drei Spieler aus Bergisch-Gladbach und weitere zwei Spieler aus Troisdorf verpflichtet, die ebenfalls zum Großteil sehr gute Statistikwerte in der abgelaufenen Saison hatten.
Ob die Verbandsentscheidungen und die Kaderzusammenstellung durch den Neusser EV den sportlichen Wettkampf und dem Eishockey zum Wohle gereichen, möge vor obigen Ausführungen jeder für sich entscheiden.
Schließlich wird in sportlicher Hinsicht mitgeteilt, dass die Jungfüchse aus Duisburg am Montag gegen den GSC Moers in einem Testspiel 5:3 siegten.