Die Soester EG trifft heute ab 19:00 Uhr im Eissportzentrum Möhnesee in ihrem letzten Vorbereitungsspiel zur bevorstehenden Regionalligasaison 2014/15 auf die erste Mannschaft des Königsborner JEC, dem Aushängeschild der Nachbarstadt Unna in Sachen Eishockey. Die Tatsache, dass die Bördeindianer in dem Spiel gegen den NRW-Ligisten Favorit sind, zeigt trotz teilweise widriger Umstände die hervorragende Entwicklung der Bördeindianer in der zurückliegenden Zeit. Aber gerade die Favoritenrolle liegt der SEG nicht immer. Häufig tuen sich die Bördeindianer leichter gegen favorisierte Mannschaften.
Dies war auch am gestrigen Abend gegen den belgischen Erstligisten Turnhout White Caps so. Die SEG zeigte nicht nur im ersten Drittel ein sehr gutes Eishockeyspiel. Ein temporeiches Duell auf Augenhöhe und mit tollen Kombinationen ging trotz weiterer guter Tormöglichkeiten schlussendlich unglücklich mit 4:5 (1:1;3:2;0:2) verloren. Hierbei waren insbesondere die Gegentore zum 3:3 und zum 4:5 in Unterzahl entscheidend. In der Schlussminute hatte die SEG sogar mehrfach die Möglichkeit im Überzahlspiel (5:4) den Ausgleich zu erzielen. Dabei verzichtete Trainer Höcker sogar noch bewusst auf die Option durch Herausnahme des Torwartes ein 6:4-Überzahlspiel zu schaffen. Insoweit fehlt zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung eine entsprechende Formation und die Weiterentwicklung des 5:4 Überzahlspiel sollte in dem Testspiel Vorzug erhalten. Das SEG-Tor hütete im Rückspiel gegen die White Caps durchgängig Neuzugang und Heimdebütant Lars Morawitz. Im Hinspiel war Sven Rotheuler zum Einsatz gekommen. Seinen ersten Einsatz für die SEG hatte Dmitrij Esaulov, der das Eis nach einer ausgesprochenen Strafe im zweiten Drittel vorzeitig verlassen musste. Die Tore für die SEG erzielte am gestrigen Abend allesamt SEG-Stürmer Patric Schnieder (1:1; 2:1; 3:1; 4:3). Es war insgesamt eine tolle Eishockeyleistung des gesamten Teams und ein schöner Eishockeyabend.
Schade nur, dass der Soester Anzeiger leider nicht wie sonst üblich am Samstag einen Vorbericht abdruckte und auch nicht das übliche und zugesagte Foto zum Heimspiel- und besonderen Jubiläumswochenende veröffentlichte. Insoweit zeigten sich einige Werbepartner nicht erfreut und insbesondere auch SEG-Vorsitzender Sven Sievert sehr verärgert. "Wir stemmen hier ein teures Projekt finanziell fair mit viel Arbeit und Zeit, bieten hochklassiges Eishockey und wünschen uns lediglich eine angemessene Berichterstattung gerade auch bei einem solch besonderen Ereignis wie dem aktuellen Jubiläumswochenende. Daher ist die mediale Berichterstattung für dieses Wochenende nicht akzeptabel und in keiner Weise nachvollziehbar. Und das nicht nur vor dem Hintergrund, dass etliche Sponsoren und auch meine Person in den Medien fortlaufend geschäftliche Werbeanzeigen schalten. Wir wünschen uns daher für die Zukunft eine angemessenere Berichterstattung und möchten uns bei allen Eishockeyinteressierten entschuldigen, die sich über die geringe Berichterstattung bereits beschwert haben. Wir haben ausführlich zu den Spielen informiert und auch wie üblich zu Heimspielen um eine Fotoveröffentlichung gebeten. Diese war zugesagt, wurde aber leider nicht ausgeführt. Daher bitten wir darum, dass von allen Eishockey-Interessierten zumindest über die sozialen Netzwerke auf das heutige Heimspiel hingewiesen wird. Das hat sich das Team und der Verein nicht nur wegen der gestrigen Klasseleistung mehr als verdient."
Also auf geht es: Freuen wir uns auf das heutige Heimspiel im Wigwam und macht in eurem Umfeld noch ein wenig Werbung für das heutige Spiel!